Nicht das Tragen von Schuhen ist natürlich, sondern das Barfußgehen ist es. Aber für die meisten Menschen sind Personen, welche im Alltag barfuß unterwegs sind ein
ungewohnter Anblick. Dabei bietet es enorm viele gesundheitliche Vorteile für unseren gesamten Körper. Und das ohne kostspielige Anschaffungen tätigen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Für unsere
Gesundheit müssen wir einfach nur etwas weglassen - den "modernen" Schuh.
Je häufiger es uns möglich ist, auf modernes Schuhwerk zu verzichten, um so mehr gesundheitliche Vorteile erhalten wir durch das Barfußsein.
Aber Achtung! Das bedeutet nicht, dass du einfach von jetzt auf gleich deine Schuhe komplett weglassen solltest! Dein Körper und speziell deine Füße müssen sich zunächst an die neuen Belastungen gewöhnen.
Mehr Informationen, wie du auf das Barfußgehen umstellen kannst, findest du hier --> UMSTELLUNG
Im Laufe der Wochen, Monate und Jahre der Umstellung auf das Barfußgehen habe ich deutliche Veränderungen erlebt.
Zum einen hat sich meine Zehenbeweglichkeit und die bewusste Ansteuerung der Zehen deutlich verbessert. So war es mir zum
Beispiel während meiner Ausbildung zum "Barefoot Movement Coach" nicht möglich nur die großen Zehen einzeln anzuheben. Mittlerweile ist dies kein Problem mehr. Zum anderen ist mein Fuß "breiter"
geworden. Dies liegt daran, dass meine Zehen ihre gewonnene Freiheit genießen und sich mein Fuß wieder in die natürliche V-Form (hinten eng, vorne breit) entwickelt.
Als besonderen Vorteil möchte ich die Temperaturregulation der Füße hervorheben. Früher ging ich gerne in meiner Wohnung barfuß. Doch sobald es Herbst wurde und die Temperaturen sanken, musste ich mir Socken anziehen, weil meine Füße teilweise eisig waren. Im Winter hatte ich sogar zwei Paar Socken an. Seit Mai 2017 laufe ich überwiegend barfuß und das Problem der unangenehmen, kalten Füße in der Wohnung hat sich erledigt. Es ist erstaunlich, wie sich meine Füße an die Temperaturen angepasst haben.
Als es im Herbst 2017 langsam kälter wurde und das Außen-Thermometer zum Ersten mal 15°C anzeigte, dachte ich mir nur: "Oje ist das hier draußen frisch an den Füßen. Wie soll ich es nur bis 10°C aushalten?" Doch nach ein paar Tagen waren die 15°C kein Problem mehr. Meine Füße hatten sich angepasst. Bei 10°C angekommen, hatte ich wieder ähnliche Gedankengänge: "Oje ist das kalt an meinen Füßen. Wie soll ich es nur im Winter unter 5°C aushalten?" Aber auch hier hatten sich meine Füße nach einigen Tagen angepasst. Nun war ich schon bei -1°C im Freien unterwegs und auch bereits im Schnee, allerdings für max. 20min. Unangenehme, kalte Füße in meiner Wohnung habe ich seitdem nicht mehr.